{"id":1431,"date":"2020-02-13T15:48:16","date_gmt":"2020-02-13T14:48:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=1431"},"modified":"2020-02-21T11:42:34","modified_gmt":"2020-02-21T10:42:34","slug":"zusammenarbeit-alle-herausforderungen-endlich-geloest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=1431","title":{"rendered":"Zusammenarbeit. Alle Herausforderungen endlich gel\u00f6st?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zusammenarbeit geh\u00f6rt zum Alltag in jedem Unternehmen, die F\u00e4higkeit dazu wird in den meisten Unternehmen als selbstverst\u00e4ndlich angenommen. Reibungslos funktioniert dies jedoch zwischen verschiedenen Pers\u00f6nlichkeiten, Disziplinen oder Sektoren eher selten. Unter dem Titel &#8222;<em>Cracking the Code of Sustained Collaboration<\/em>&#8220; wird nun der Anspruch erhoben, dass Training zu einer Verbesserung der Lage beitragen kann.<\/strong><\/p>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/hbr.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Harvard Business Review<\/a> von<a href=\"https:\/\/hbr.org\/archive-toc\/BR1906\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> November-December 2019<\/a> werden die Ergebnisse der Forschungsarbeit von <a href=\"https:\/\/francescagino.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Prof. Francesca Gino<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.hbs.edu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Harvard Business School<\/a> vorgestellt. Was auf den ersten Blick trivial aussieht, kann in der Praxis zu erheblichem Mehrwert mit Hinblick nicht nur auf interdisziplin\u00e4re oder cross-industrielle Zusammenarbeit und Innovation f\u00fchren.<\/p>\n<p>Zum ersten der genannten Werkzeuge muss wahrscheinlich nicht viel hinzugef\u00fcgt werden: &#8222;<strong>TEACH PEOPLE TO LISTEN, NOT TALK<\/strong>&#8222;. Unterstrichen wird dieser Hinweis damit, dass in Unternehmen (anscheinend) mehr Geld in die Sprachf\u00e4higkeit von Mitarbeitern als in deren &#8222;<em>Zuh\u00f6rf\u00e4higkeit<\/em>&#8220; investiert wird.<\/p>\n<p>Das zweite genannte Werkzeug &#8222;<strong>TRAIN PEOPLE TO PRACTICE EMPATHY<\/strong>&#8220; geht schon fast in eine \u00e4hnliche Richtung &#8211; dabei jedoch klar \u00fcber das einfache Zuh\u00f6ren hinaus. Wer kann das schon? Sich in die Rolle eines anderen hineinversetzen oder im englischen sch\u00f6n mit &#8222;<em>put yourself in someone else&#8217;s shoes<\/em>&#8220; ausgedr\u00fcckt. Es geht dabei zu erkennen, was ein anderer tats\u00e4chlich f\u00fchlt und denkt. Das ist nicht immer im Einklang mit dem Gesagten. Heutzutage steht beim Thema <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Empathie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Empathie<\/a> oftmals der Kunde oder Nutzer im Mittelpunkt &#8211; f\u00fcr die Zusammenarbeit dagegen bezieht sich Empathie auf die Teamkollegen.<\/p>\n<p>Beim dritten Werkzeug wird es deutlich schwieriger, da es sich hier um einen tiefgehenden kulturellen Eingriff handeln kann: &#8222;<strong>MAKE PEOPLE MORE COMFORTABLE WITH FEEDBACK<\/strong>&#8222;. Hierbei geht es sowohl um das Senden als auch um das Empfangen von Feedback, oftmals keine kleine Herausforderung unter Ber\u00fccksichtigung von Hierarchien und impliziten Zielen. Regeln und auch Feedback-Coaching k\u00f6nnen helfen, die Kultur mittel- und langfristig zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das vierte Werkzeug befindet sich wieder auf der individuellen Ebene: &#8222;<strong>TEACH PEOPLE TO LEAD AND FOLLOW<\/strong>&#8222;. Wer kennt es nicht. Die tagt\u00e4glichen Muster der Zusammenarbeit in hierarchischen Mustern lassen sich selten ignorieren. Der Chef \u00fcbernimmt auch die Leitung in im weniger vertrauten Arbeitsgebieten &#8211; der Mitarbeiter l\u00e4sst sich auch in seinen Expertisebereichen die Richtung vorgeben. Die Kunst des Delegierens kommt hier genauso zum Tragen wie die F\u00f6rderung der Verantwortungs\u00fcbernahme.<\/p>\n<p>Neben den anderen Werkzeugen h\u00f6rt sich das f\u00fcnfte genannte Werkzeug nach einer Trivialit\u00e4t an: &#8222;<strong>SPEAK WITH CLARITY AND AVOID ABSTRACTIONS<\/strong>&#8222;. Insbesondere, wenn in einem Team unterschiedliche Disziplinen, Fachbereiche und Sektoren zusammenkommen ist die gemeinsame Sprache eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen. Oft ger\u00e4t dies in Vergessenheit und tr\u00e4gt einen nicht unerheblichen Beitrag zu Spannungen und Missverst\u00e4ndnissen.<\/p>\n<p>Das sechste genannte Werkzeug wird vermutlich den gr\u00f6\u00dften Anklang im Unternehmenskontext finden: &#8222;<strong>TRAIN PEOPLE TO HAVE WIN-WIN INTERACTIONS<\/strong>&#8222;.\u00a0 Hier l\u00e4sst sich ein Blick auf die Verhaltensmatrix des Schriftstellers <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carlo_M._Cipolla\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Carlo Maria Cipolla<\/a> aus seinem Buch &#8222;<a href=\"https:\/\/www.liebeskind.de\/buecher\/backlist\/item\/die-prinzipien-der-menschlischen-dummheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Prinzipien der menschlichen Dummheit<\/a>&#8220; kaum vermeiden. Hier werden intelligente Menschen dort eingeordnet, wo aus ihrem Handeln eigene Vorteile genauso wie Vorteile f\u00fcr andere entstehen.<\/p>\n<p>Zusammenarbeit wird es sicherlich in Zukunft kaum weniger geben als dies heute der Fall ist. Auch das Zusammentreffen unterschiedlicher Disziplinen und Wirtschaftssektoren l\u00e4sst sich f\u00fcr die L\u00f6sung der gro\u00dfen Herausforderungen und die Entwicklung radikalerer Innovationen kaum vermeiden (siehe hierzu: <a href=\"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=1357\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00fcnf Thesen zur Zukunft der Innovation<\/a>). Vielleicht schafft es das ein oder andere Werkzeug ja tats\u00e4chlich auf die eigene Todo-Liste?<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/hbr.org\/2019\/11\/cracking-the-code-of-sustained-collaboration\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel im Harvard Business Review<\/a><\/li>\n<li>&#8222;<a href=\"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=1388\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Innovate Like&#8230;<\/a>&#8220; Kreativit\u00e4tsmethode &#8211; eine empathische \u00dcbung<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=1357\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">F\u00fcnf Thesen zur Zukunft der Innovation<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><a href=\"https:\/\/www.fue-blog.de\/?page_id=20\">Sven Schimpf<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zusammenarbeit geh\u00f6rt zum Alltag in jedem Unternehmen, die F\u00e4higkeit dazu wird in den meisten Unternehmen als selbstverst\u00e4ndlich angenommen. 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