{"id":698,"date":"2012-05-01T15:26:13","date_gmt":"2012-05-01T13:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=698"},"modified":"2019-09-13T15:07:15","modified_gmt":"2019-09-13T13:07:15","slug":"innovation-roulette-zufalliges-innovationsmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fue-blog.de\/?p=698","title":{"rendered":"Innovation-Roulette: Gl\u00fccksspiel im Innovationsmanagement?"},"content":{"rendered":"<p><strong>In der F&amp;E und im Innovationsmanagement sind Portfolios ein altbekanntes Mittel um Ideen, Projekte oder Technologien auf Basis aggregierter Faktoren einzuordnen, zu bewerten und deren Entwicklung im Laufe der Zeit zu verfolgen. F\u00fcr die Reduktion der Informationsflut und Entscheidungen unter Zeitdruck sind Portfolios sehr gut geeignet. Wie bei allen \u00fcbersichtlichen Modellen stellt sich jedoch die Frage, ob man dabei nicht etwas vergisst&#8230;<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Portfolios kommen aus dem Bereich der strategischen Unternehmensf\u00fchrung. Alleine f\u00fcr die Einordnung von Innovationsprojekten oder Technologien existieren verschiedenste theoretische Portfolio-Modelle. Kaum eine Unternehmensberatung, Universit\u00e4t oder Forschungseinrichtung hat es sich bisher nehmen lassen, nicht mindestens ein eigenes Portfolio-Modell zu entwickeln.<\/p>\n<p>Einen spannenden Ansatz zur Erg\u00e4nzung traditioneller Portfolios hat Ulf Pillkahn bei Siemens entwickelt: das Innovation-Roulette. Der Ansatz ist simple. Grundhypothese ist, dass Unternehmen eher risikoavers sind. Damit fallen Ideen mit einem hohen Neuigkeitsgrad oft durch das klassische Bewertungsschema oder werden durch die zu durchlaufenden Hierarchiestufen ausselektiert. Sein Vorschlag: das Ideenspektrum des traditionellen Innovationsmanagement sollte durch zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlte Ideen erweitert und damit durch Ideen mit hohem Neuigkeitsgrad erg\u00e4nzt werden (Bildquelle: <a href=\"http:\/\/www.pillkahn.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.pillkahn.de<\/a>):<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large\" src=\"http:\/\/pillkahn.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/AundD-Presse.png\" width=\"1239\" height=\"1623\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der anvisierte Nutzen liegt dabei nicht unbedingt im Erfolg einzelner Projekte. Vielmehr steht bei Ideen mit einem hohen Neuheitsgrad oft das Lernen und der Wissenstransfer f\u00fcr die Organisation im Vordergrund.<\/p>\n<p>Auch wenn der Ansatz etwas absurd ist &#8211; im F&amp;E- und Innovationsmanagement werden Portfolios meist verwendet um Projekte oder Programme in ihrer Gesamtheit an der Strategie auszurichten oder eine Ausgewogenheit zwischen den Faktorauspr\u00e4gungen herzustellen &#8211; die Praxis macht immer wieder deutlich, dass zahlreiche Hindernisse f\u00fcr Ideen mit hohem Neuigkeitsgrad bestehen. Vielleicht sollten Unternehmen das Management von Innovationen nicht unbedingt dem Zufall \u00fcberlassen. Die gezielte Auswahl von einzelnen, sehr neuartigen und eher riskanten Innovationsprojekten ist sicherlich f\u00fcr kaum ein Unternehmen von Nachteil.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<ul>\n<li>Ver\u00f6ffentlichung in der Zeitschrift <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/magazin\/-1c5e4c18b9\/die-weisheit-der-roulettekugel.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Brand eins 2\/2010&#8220;<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><a href=\"..\/?page_id=20\"><em>Sven Schimpf<\/em><\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der F&amp;E und im Innovationsmanagement sind Portfolios ein altbekanntes Mittel um Ideen, Projekte oder Technologien auf Basis aggregierter Faktoren einzuordnen, zu bewerten und deren Entwicklung im Laufe der Zeit zu verfolgen. F\u00fcr die Reduktion der Informationsflut und Entscheidungen unter Zeitdruck sind Portfolios sehr gut geeignet. 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