Karriere- und Anreizsysteme für die Forschung und Entwicklung

Aus welcher Ausgangslage heraus werden Karrieresysteme in der Forschung und Entwicklung gestartet? Wie wird dabei vorgegangen? Wie sind die Systeme aufgebaut? Und welche flankierenden Maßnahmen lassen sich finden, beispielsweise zur Wissensweitergabe zwischen erfahrenen Fachkräften und jungen Potenzialträgern?

Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten stellen in der Forschung und Entwicklung einen wesentlichen Faktor zur Mitarbeitermotivation dar. Ausserdem stellt die klare Ausrichtung von Karriere- und Anreizsystemen ein wichtiges Entscheidungsmerkmal bei der Wahl des zukünftigen Arbeitsplatzes dar. Immer mehr Unternehmen bauen daher unternehmensweite „Standards“ aus um gezielt auf Anforderungen der Forschung und Entwicklung einzugehen.

Die Studie „Karriere- und Anreizsysteme für die Forschung und Entwicklung“ des Fraunhofer IAO bietet einen detaillierten Einblick in die Praxis unterschiedlicher Unternehmenskonzepte. Auf Basis einer Studie mit fast 200 teilnehmenden Unternehmen sowie 9 detailliert beschriebenen Fallbeispielen (u.a. Lufthansa, Wittenstein, IDEO und IBM) wird nicht nur eine allgemeine Empfehlung gegeben sondern gezeigt wie Unternehmen aus verschiedenen Branchen ihre Karriere- und Anreizsysteme für die Forschung und Entwicklung aufgebaut und gestaltet haben.

Die Studie kann zum Preis von 50,- € im Fraunhofer IAO Shop erworben werden.

Ansprechpartner:
Liza Wohlfart
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-5310
Liza.Wohlfart@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:

Sven Schimpf

Kreativ bleiben…

Dass ein Großteil der herausragenden Ideen nicht vor dem Computer am Arbeitsplatz entstehen ist eine Weisheit die schon länger bekannt und vielfach rezitiert ist. Die Frage wie Kreativität am besten gefördert wird und wo tatsächlich die meisten Ideen entstehen wird die Wissenschaft wohl aber noch einige Jahre beschäftigen.

Das Design Studio TO-FU aus Japan hat einen sehr schönen Kurzfilm zum Thema Kreativität gestaltet in dem 29 Tipps gegeben werden wie man kreativ bleibt. Hierzu gehören einfache Dinge wie die Mitnahme und Nutzung von Notizbüchern aber auch etwas Schwierigere wie bspw. den Arbeitsplatz aufzuräumen, mit anderen zusammenzuarbeiten – oder Dinge zu Ende zu bringen…

Sven Schimpf

Visuelle Kommunikation: „Visuals Create Instant Understanding“

Die wichtigsten Merkmale oder Erkenntnisse überzeichnen und dadurch klar verständlich darzustellen – was durch Schriftdokumente oft schwer zu erreichen ist kann durch visuelle Kommunikation unterstützt werden. Insbesondere in interdisziplinären F&E Projekten kann die visuelle Darstellung von Herausforderungen, Lösungsansätzen oder Produktideen zu einem gemeinsamen Verständnis und einer verbesserten Zusammenarbeit führen.

Wie schafft man es, dass nach einer Sitzung oder einem Workshop die Ergebnisse weiter verwendet oder im Unternehmen kommuniziert werden? Nicht nur in der F&E ist die Dokumentation der Ergebnisse und die Einleitung weitere Maßnahmen eine der größten Barrieren um gute Ideen in die Praxis umzusetzen oder Ziele langfristig zu verfolgen. Zur Überwindung dieser Barriere können Bilder beitragen.

Ein Beispiel für den Einsatz von visueller Kommunikation war ein Innovations-Workshop zu zukünftigen Arbeitsumgebungen in der Forschung und Entwicklung „R&D Workspaces 2015+“ am Fraunhofer IAO. In diesem Rahmen haben wir mit der Innovation Factory zusammengearbeitet. Ziel war es, eine möglichst gute Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Teilnehmern (Firmenvertreter, Architekten, Designer, Wissenschaftler etc.) sowie der Transfer vielfältiger Inhalte aus verschiedenen Präsentationen vom ersten Tag in die interaktive Gruppenarbeit des zweiten Tages durch Visualisierungen zu unterstützen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Unterstützung durch visuelle Kommunikation war in diesem Fall das fachliche Verständnis der Inhalte durch die Person, die für die Visualisierung zuständig war. Erreichen kann man dieses Verständnis durch die gezielte Auswahl dieser Person, eine frühe Einbindung oder durch die gezielte Schulung von eigenen Mitarbeitern. Behauptet wird generell, dass keine spezielle künstlerische Begabung für das Erlernen von Werkzeugen der visuellen Kommunikation erforderlich ist – in der Praxis führt ein künstlerischer Aspekt in Kombination mit Erfahrung in der visuellen Kommunikation sicherlich zu ansprechenderen Ergebnissen.

Da ein Teil der Visualisierungen seit dem Workshop „R&D Workspaces 2015+“ die Wände unserer Räumlichkeiten zieren lösen sie nach wie vor angeregte Diskussionen aus und ergänzen so die Präsentationen die auf unseren Servern liegen…

Weitere Informationen:

Sven Schimpf

Erfolgsschlüssel FuE

Was sind die Schlüssel zu einer erfolgreichen Forschung und Entwicklung? Und wie können die zugrundeliegenden Faktoren bewertet werden?

Dies war die Frage in einem internen Forschungsprojekt des Fraunhofer IAO. Die Ergebnisse der durchgeführten Studie, in der verschiedenste Unternehmen befragt wurden, wird in der Veranstaltung am 5. Juli 2011 vorgestellt. Ergänzt werden die Vorträge über das entwickelte Fraunhofer IAO FuE-Assessment durch Praxisbeiträge der Unternehmen Festo AG & Co. KG, Alfred Kärcher GmbH & Co.KG sowie der Wahl GmbH.

Ansprechpartner:
Judith Finger
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2288 , Fax +49 711 970-2299
Judith.Finger@iao.fraunhofer.de

Weitere Informationen:
Veranstaltung auf der Internetseite des Fraunhofer IAO

Sven Schimpf

Praxisstudie Technologiemonitoring

Technologiemonitoring

Methoden und Vorgehensweisen zur Identifikation, Beobachtung und Bewertung von Technologien

Entwicklung und Einsatz innovativer Technologien sind wichtige Bausteine für den Erhalt und die Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Jedoch nimmt die technologische Komplexität von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen immer weiter zu. Daher rückt die Integration von Technologien mehr und mehr in den Vordergrund: Oft ist die Auswahl der »besten« Technologien dabei der kritische Erfolgsfaktor. Nicht nur für diese Technologieauswahl, sondern auch für die Ausrichtung der Technologiestrategie benötigen Unternehmen fundierte Informationen zu Eigenschaften und Potenzialen relevanter Technologien.

Methoden und Vorgehensweisen, die sich in der Praxis dafür eignen, Technologien zu identifizieren, zu beobachten und zu bewerten, zeigt das Fraunhofer IAO in der neu erschienenen Studie »Technologiemonitoring«. Die Autoren veranschaulichen, wie sowohl einzelne Unternehmensbereiche wie Technologie-, Innovations- und F&E-Management als auch die gesamtstrategische Unternehmensplanung Technologiemonitoring erfolgreich einbinden können.

Im ersten Teil der Studie geht es zunächst um Aktivitäten und Hauptphasen des Technologiemonitorings und dessen organisatorische Umsetzung im Unternehmen. Es folgt ein Überblick über geeignete Methoden und Vorgehensweisen. Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis erfahren die Leser, wie sich mit dem »TechnologieRadar« Technologien beobachten lassen oder wie das »TechnologieAssessment« Unternehmen dabei unterstützt, eine neue Technologie für einen bestimmten Einsatzbereich praxisnah zu bewerten.

Die »TechnologiePotenzialanalyse« unterstützt Entwickler bei der Identifikation attraktiver Technologieapplikationen und den dazugehörigen Märkten. Mit »TechnologieSzenarien« sind mögliche Entwicklungsrichtungen für das Unternehmen in der Zukunft darstellbar. Ein weiteres Kapitel widmet sich dem neuartigen Ansatz der »Semantischen TechnologieAnalyse«; diese ermöglicht es, Literatur in großem Umfang mit Textmining-Sofware teilautomatisiert nach relevanten Informationen zu analysieren. Abschließend werfen die Autoren einen Blick in die Zukunft und umreißen die Potenziale von Social Software für Technologiemonitoring in der Unternehmenspraxis.

Die Studie enstand auf Basis der breiten Erfahrungen des Fraunhofer IAO im Rahmen von zahlreichen Forschungs- und Beratungsprojekten im Bereich »Technologie- und Innovationsmanagement«. Die Printausgabe ist für 25 € im IAO-Shop unter https://shop.iao.fraunhofer.de erhältlich, ein PDF der Studie steht unter http://publica.fraunhofer.de/documents/N-146352.html kostenlos zum Download zur Verfügung.
Download der Studie für Ebook-Reader:

Claus Lang-Koetz

Look out for new technologies and turn them into eco-innovations!

Scarcity of resources, rising material and energy prices and global warming have lead to an increasing demand for resource efficient solutions or „eco-innovations“. In this context, technological trends serve as significant enablers: New technologies continuously provide the basis for resource efficient products, processes and services.

With the concept „Resource Efficiency Technology Radar“, technological options with resource efficiency potential can be identified and assessed. It facilitates a systematic technology intelligence process and includes an assessment of the future technological lifecycle based on the method Material Intensity per Service Unit (MIPS). The results can be integrated into technology and innovation management and planning.

Check-out the article „Resource efficiency as a key-driver for technology and innovation management: dealing with an emerging trend in technology intelligence“ (Follow the link, then click „Postprint“) published in the International Journal of Technology Intelligence and Planning. The article describes the topic on the basis of a practical case study.

Claus Lang-Koetz

ICPR 21: Innovation in Produkt und Produktion

Mit dem Thema „Innovation in Product and Production“ findet in Stuttgart vom 31.07-04.08.2011 die „21st International Conference on Production Research“  statt. Insbesondere in Themenbereichen „Production Research“ und „Industrial Engineering“ gilt die ICPR als eine der weltweit attraktivsten Veranstaltungen und bietet eine Plattform zum Austausch aktuellster Forschungsergebnisse aus Wissenschaft und Praxis. Bis zum 17. Dezember 2010 besteht die Möglichkeit Abstracts einzureichen.

Themenbereiche der Konferenz sind:

  • Industrial Engineering
  • Technology and Innovation Management
  • Production Technology, Systems and Management
  • Service Engineering
  • International Production
  • Environmental and Social Issues

Ergänzt wird das Programm durch den Besuch des Mercedes-Benz Museums sowie durch verschiedene (optionale) Aktivitäten am 04.08.2011.

Weitere Informationen:
http://www.icpr21.de

Sven Schimpf

Über Geschäftsmodelle von der F&E in die Praxis…

Die Zusammenarbeit der Forschung und Entwicklung mit marktorientierten Abteilungen ist nach wie vor eine der großen Herausforderungen im F&E Management. Diese Herausforderung hat in der Literatur (und in der Praxis) viele Namen: Exploration vs. Exploitation, Creativity vs. Execution, Mystery vs. Algorithm, Innovation vs. Performance Engine oder einfach F&E vs. Produktmanagement.

Ein Ansatzpunkt, der die frühzeitige Auseinandersetzung mit der Umsetzung von F&E-Ergebnissen erleichtert ist das Konzept der Geschäftsmodelle bzw. Business Models. Die Fragestellungen die ein Geschäftsmodel beantworten sollte sind unter anderem, welchen Wert eine Idee bringt, welche Faktoren für die Umsetzung der Idee notwendig und welche Kosten bzw. Einnahmen damit verbunden sind. Einen sehr praxisorientierten und gut gestalteten Rahmen liefert hierzu das neue Buch von Alexander Osterwalder, Yves Pigneur und weiteren 470 Co-Autoren mit dem Titel „Business Model Generation„. Über die sogenannte „Business Model Canvas“ können in einer übersichtlichen Form verschiedene, umsetzungsrelevante Faktoren bereits in frühen Phasen der F&E berücksichtigt und regelmäßig aktualisiert werden. Die „Business Model Canvas“ eignet sich hervorragend um Geschäftmodelle in aktuellen Tätigkeiten zu überprüfen oder für bisher nicht dagewesene Ergebnisse der F&E zu entwickeln.  Aufgrund zahlreicher praktischer Templates, vielen Praxisbeispielen und nicht zuletzt der schönen grafischen Aufarbeitung ist das Buch uneingeschränkt empfehlenswert:

Woher kommen eigentlich die „guten“ Ideen?

Gute Ideen sind die Grundlage für eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung, nicht nur im Bezug auf Produkte sondern auch auf alle anderen Unternehmensbereiche. Das ein großer Teil guter Ideen nicht während der Arbeitszeit entsteht wird durch verschiedenste Einrichtungen regelmäßig von neuem wissenschaftlich nachgewiesen. Eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Ideen ist es, wenn Gedanken ausschweifen können. Freizeitaktivitäten oder langweilige Meetings sind Beispiele in denen diese Voraussetzung oftmals erfüllt wird…

Woher die guten Ideen tatsächlich kommen ist allerdings eine Frage, die nach wie vor nur teilweise geklärt werden konnte und die von vielen Faktoren abhängig ist. Ein Ansatz diese Frage zu klären ist das neue Buch von Steven Johnson „Where good ideas come from: The natural history of innovation“, wobei schon die Ankündigung des Buches von einer guten Idee begleitet wird:

Seit dem 5. Oktober gibt es das Buch zu kaufen – ansonsten finden sich weitere Informationen auf der Webseite von Steven Johnson. Dessen Sorge im Bezug auf die Animation von Cognitive Media ist übrigens, dass Leser seines Buches enttäuscht sein könnten, da im Buch keine Schildkröten zu finden sind…

Sven Schimpf